Mittwoch, 28. Mai 2008

Lesung am Donnerstag - Berlin oder so.

"Weils so schön war", meint der Herr Verleger, und kündigt so die zweite "Berlin oder so"-Lesung an, und dem kann ich mich bedingungslos anschließen: Das war ausgesprochen schön das letzte Mal, und weil einige Autoren nicht zu ihrem Recht gekommen sind, gibt es jetzt eine Neuauflage mit Erasmus von Meppen, dem Nuf und Pjaer. Oder so.

In diesen Blogtexten wird der Zeitgeist durch den Fleischwolf gedreht, mit subversivem Unernst werden Bürokratie und Institutionen unterminiert. Das den Absurditäten des Alltags ausgelieferte Blogger-Ich rettet sich auf die einsame Insel der Sprachspielerei – oftmals getreu dem Motto: veräppeln kann ich mich auch selber. So holt es sich live und unter den Augen der Blogosphäre die Souveränität über sein Leben zurück. (Matt Wagner)



"Berlin oder so" bei
"Ich fang nochmal an..."
am: 29.05.2008
im: Ori
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz
ab 20:30

Eintritt frei. Bier 2,50. Wein auch.

Mittwoch, 21. Mai 2008

Lesung am Donnerstag: Irmtraud Morgner

Ich gestehe: eigentlich war etwas anderes geplant. Ein Gast, auf den ich mich sehr gefreut hat, der aber leider Opfer einer bedauerlichen und unvorhersehbaren Terminkollision wurde, worüber wir uns beide in Stunden dauernden Gesprächen über die Grausambarhaftigkeit des Schicksals, die Diktatur des Terminkalenders und die Unvorhersehbarkeit unvorhersahebarer Unvorhersehbarkeiten. Wir haben geklagt, das sei an dieser Stelle versichert.

Aber insgeheim, verschämt muss ich es gestehen, habe ich mich auf einen solchen Moment seit Beginn der Lesereihe gefreut. Wie Sau sogar. Denn jetzt ist Zeitpunkt, Augenblick, Anlass und Grund, einer Schriftstellerin zu huldigen, die mit das beste produziert hat, was die deutsche Literatur der letzten 30 Jahre so hervorgebracht hat: Irmtraud Morgner.

Marxisten stehen derzeit nicht gerade hoch im Kurs, Feministinnen auch nicht, DDR-Literatur schon gar nicht. Das hat zur Folge, dass Irmtraud Morgner fast vergessen wurde, obwohl ihre Bücher zum Aufregendsten und Überraschendsten gehören, was die deutsche Literatur im 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. (Jörg Magenau/Das Magazin)


Gelesen wird aus ihren Erzählungen.

"Ich fang nochmal an..." - Die Neuköllner Lesebühne
am: 22.05.2008
im: Ori
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz
ab 20:30

Eintritt frei, Bier 2,50. Wein auch.

Dienstag, 20. Mai 2008

Nachschlag zur Lesung: 100.000 Euro Job

Sebastian Sooth: Einleitung
Frédéric Valin: Das Leben ist ein Ponyhof
Frédéric Valin: Eckes Edelkirsch und Metal-Bands (Markus Kavka)
Frédéric Valin: Keine Arbeit für niemand
Frédéric Valin: Zu viel Arbeit für alle
Jörg Sundermeier: Mit jeder Mark, jeder Sekunde, jedem Gramm Material einen höheren Nutzeffekt (Jochen Schmidt)
Sebastian Sooth: Fragen Sie Frau Kathrin (Kathrin Passig)
Frédéric Valin: Eure Arbeit kotzt mich an
Frédéric Valin: Liebe und Arbeit
Jörg Sundermeier: Zehn leere Stühle (Klaus Cäsar Zehrer)
Frédéric Valin: Freizeit oder Arbeit
Frédéric Valin: Der Klang der Arbeit

Dienstag, 13. Mai 2008

Lesung am Donnerstag: 100.000-Euro-Job

Ihr wolltet schon immer mal wissen, wie man an 100.000 Euro kommt und sie danach wieder ausgibt? Ihr spielt mit dem Gedanken, irgendwas Freies zu machen, zum Beispiel mit Medien, und wollt mal so wissen, wie das bei anderen so gelaufen ist am Anfang des Berufsweges? Wie man beispielsweise Vorband von The Clash wird, Hunde, die man nicht mag, davon überzeugt, einen zu mögen, oder wie Ferienjobs in der DDR so ausgesehen haben?

Im Laufe des Abends werden wir klären, was Punk ist, was sich hinter dem Wort Karoshi verbirgt und wie man nachts angeschickert an einem Tresen gelehnt arbeiten kann. Insbesondere letzterer Vorschlag kann im Anschluss gerne und ausgiebig ausprobiert werden, die Bar stellen wir zur Verfügung, bei Bedarf können gratis Praktikumsbescheinigungen auf Bierdeckel gesiebdruckt werden.

Das 100.000-Euro-Buch bei
"Ich fang nochmal an..." - Die Neuköllner Lesebühne
am: 15.05.2008
im: Ori
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz
ab 20:30

Eintritt frei, Bier 2,50. Wein auch.

Donnerstag, 8. Mai 2008

Nachschlag zur Lesung - Bov Bjerg und Jochen Reinecke

Ich bin später dren als die deutsche Bahn - sorry dafür. Aber da diese Woche eine Aufzeichnung keinen Sinn gemacht hat (schließlich handelte es sich bei der Jitlerblog-Lesung mehr um was multimediales), gabs das Loch halt letzte Woche statt dieser. Das reicht zur Selbstentlastung. Heute morgen zumindest.


Jochen Reinecke - Beschwerde
Bov Bjerg - BVG
Jochen Reinecke - Typologie des Berliner Busfahrers
Bov Bjerg - Ohne Titel
Jochen Reinecke - Die drei Hauptärgernisse bei der Busfahrt
Bov Bjerg - Ohne Titel
Jochen Reinecke - Tagebucheinträge
Bov Bjerg - Ohne Titel
Jochen Reinecke - Als ich mal den lieben Gott bastelte
Bov Bjerg - Beschissene Jobs, Kapitel 24: Gott
Jochen Reinecke - In Puschkins Reich
Bov Bjerg - Ohne Titel
Jochen Reinecke - Anfang von 11 Romanen

Montag, 5. Mai 2008

Lesung am Donnerstag: Hitlerblog

Achter Mai: Tag der Befreiung. Zumindest wird es so genannt, das Datum. Tatsächlich dürfte kaum eine Person der Weltgeschichte so präsent in Funk und Fernsehen (und was sich seither so entwickelt hat) sein wie Adolf Hitler. Und nein, Dieter Bohlen ist keine Person der Zeitgeschichte. Nein, wirklich nicht. Nein, das war weder ein impliziter noch ein expliziter Hitlervergleich.

Für die Hitlervergleiche ist am Donnerstag Daniel Erk vom Hitlerblog zuständig. Also, nicht seine Hitlervergleiche. Sondern die ganzen Hitlervergleiche, die die Popkultur immer und immer wieder hervorbringt, häufig verfehlt, manchmal okay, freiwillig oder unfreiwillig komisch. Und um Missverständnissen (die eigentlich zu meinen besten Freunden gehören, aber nicht an diesem Abend) gleich mal vozubeugen, überlasse ich ihm hiermit das Wort:

Ich glaube nicht, dass die popkulturelle Dimension des Dritten Reiches etwas im Geschichtsunterricht zu suchen hat. Das Hitler-Blog hat ja auch nur selten einen historischen Fokus, es geht ja vielmehr um Zeitgeist und Medienphänomene. Im Idealfall wird im Geschichtsunterricht so guter und so kritischer Unterricht geboten, dass das Interesse, sich damit zu beschäftigen, nicht erstickt wird. Aber dass gleichzeitig eine eigene Auseinandersetzung und eine eigene Meinung möglich wird. Wenn man diesen Luxus erfahren hat, hat man wohl den größten Spaß am Hitlerblog.


Mein Lieblingseintrag der letzten Zeit war übrigens der hier. Und im Anschluss wird bei tschechischem Bier, russischem Vodka, amerikanischen Zigaretten und englischer Musik unter französischer Beaufsichtigung die Befreiung gefeiert, bis die Anwesenden so dement sind, wie es Rudolf Hess 1946 zu sein vorgab.

Daniel Erk bei
"Ich fang nochmal an..." - Die Neuköllner Lesebühne
am: 08.05.2008
im: Ori
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz
ab 20:30

Eintritt frei, Bier 2,50. Wein auch.